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WOYZECK

"Wir arme Leut. Sehn Sie, Herr Hauptmann ... ich glaub wenn wir in Himmel kämen, so müßten wir donnern helfen.“ Mit diesem bitteren Scherz beschreibt der einfache Soldat Franz Woyzeck den schmalen Wert, den die Gesellschaft seinem und seinesgleichen Dasein zumisst. Er gibt sich keinen Illusionen hin, keinen falschen Hoffnungen, selbst im Jenseits erwartet er keine Erlösung von Armut und Standesmakel. Und wir, die wir ihm zuschauen, wissen ohnehin: Jemand wird sterben, aus diesem oder jenem Grund. Schicksal, ein Milieudelikt, was geht es uns an?

Georg Büchners Dramenfragment WOYZECK gibt keine Antworten. Es bleibt so konkret wie rätselhaft, so unmittelbar fassbar wie literarisch anspielungsreich, lässt unendlich viel Spielraum für Interpretation und entzieht sich dabei jeder analytischen Festlegung.
„Ein vielmal vom Theater geschundener Text“, klagte Heiner Müller bereits vor 35 Jahren. Und doch ist WOYZECK bis heute eines der meistgespielten Dramen auf deutschsprachigen Bühnen. Weil sich ihm immer noch Neues entlocken lässt, weil es nie eine Zeit gab, in die es nicht gepasst hätte, weil es immer brisant und relevant ist.

VORARLBERGER LANDESTHEATER
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Fr. / Sa. 19./20.Juni 2021 , 19:30 Uhr